31. März 2013

Doris Puder



Doris Puder, Friseur seit 1895 in Wusterwitz, ist die deutlich ältere Schwägerin von Hannelore Knopf, Schneiderin in Cahnsdorf. Und im Jahr 1895 war es wohl noch nicht üblich, Berufsbezeichnungen zu gendern.

28. März 2013

Basteltipp

Wie sich aus Flaggen homofeindlicher Gebiete ganz einfach eines dieser Gleichheitszeichen basteln lässt, die jetzt zur Unterstützung der Eheöffnung für Lesben und Schwule zahlreich auf Facebook kursieren. Nehmen Sie z.B. die Flagge der Türkischen Republik Nordzypern (der einzige Landstrich in Europa, wo Homosexualität noch verboten ist), kehren Sie die Farben um (Ketchup wird Majo, Majo wird Ketchup), dann entfernen Sie noch die beiden Zeichen in der Mitte und tünchen mit einem Textmarker die weißen Streifen rosa. Ebenso simpel geht es mit der polnischen Flagge: ein bisschen Geschnippel mit der Schere, dann wieder Textmarker und fertig!



UPDATE
Wohl um das Zerschneiden weiterer Flaggen zu verhindern, hat das Parlament Nordzyperns am 27.01.2014 Homosexualität entkriminalisiert.

23. März 2013

Die Krise als Chance?

Die Seniorin Inge Bröckelmann aus Rheda-Wiedenbrück hat Angst. Sie befürchtet, dass ihre Ersparnisse bald nach Zypern zwangstransferiert werden. Bröckelmanns Nachbarin Ursula Niewöhner habe bereits freiwillig die Patenschaft für eine Familie aus Nikosia übernommen. Und die Nikosianer hätten ein Foto des neuen Autos geschickt, das sie sich dank des Niewöhnerschen Geldes leisten konnten. „Aber die Ulla regt sich noch nicht einmal darüber auf!“ echauffiert sich Inge Bröckelmann. Habe doch der Sohn der Niewöhners durch den Kontakt nach Zypern ebendort endlich wieder einen Job als PR-Stratege gefunden. Er berät die Protestbewegung des Inselstaates und versucht, den Demonstranten nahezubringen, dass Nazi-Flaggen auf Transparenten ein No-Go sind. Niewöhners Alternativvorschläge: vorm Parlamentsgebäude Bunderkanzlerinnenvoodoopuppen aufspießen und alle zyprischen Transen laufen als Merkel-Lookalikes auf.

22. März 2013

Mahagoni

In der Tagesschau läuft Angela Merkel mit einer mahagonifarbenen Handtasche durchs Regierungsviertel und ich frage mich, was in der Tasche ist: Ein paar Butterbrote für die Pause, ein Zypern-Reiseführer (zum aufm Klo lesen) oder gar ein Nachthemd, falls die Rettung des Euros mal wieder länger dauert und sie anderswo nächtigen muss?

11. März 2013

Beige



Im Alter trägt mensch in Deutschland nur noch zwei Farben: schwarz bei Beerdigungen und die übrige Zeit beige. Allerdings ist kaum ein Rentner emanzipiert genug, die Farbe beige auch als beige zu definieren. Die Modeindustrie hat diese Problematik erkannt und wählt für Beigetöne Namen wie Elfenbein, bastfarben, naturfarben, Cappuccino, Milchkaffee, Creme, Irish Cream, Wiener Melange, Latte macchiato, Caffé latte oder Café au lait.

Oder neulich bei C&A. Meint die eine Seniorin zur anderen: „Du, soll ich die Jacke lieber in Wüstensand oder in Sanddüne nehmen?“

Aufgrund ihrer sanddünenen Farbgebung bekommt eine Seniorin, die häufig ihre Sexualpartner wechselt, gern den Spitznamen Wanderdüne verpasst.

Da auch Nudeln größtenteils in beige gehalten sind, bezeichnen Italiener schlanke ältere Deutsche als Spaghetti und dicke ältere Deutsche als Fettuccine.

Und beigefarbene Kondome heißen in Italien Cannelloni.

Und Harald Glööckler hat Tangaslips entworfen, deren Farbe er nicht beige nennt, sondern Eierschale.

Zudem ist beige die inoffizielle Farbe der CDU, deren Wahlprogramm wie ein unzählige Male wiedergekäuter Schokoriegel schmeckt.

In Irland hingegen schmeckt konservative Politik wie Baileys. Baileys ist beige mit Alkohol. Auch Champagner ist beige mit Alkohol. In Frankreich trinken alle Politiker Champagner. Die Grünen jedoch nur, wenn er aus ökologischem Anbau stammt.